WiL

Fachkräfteallianz Westlausitz - Berufsorientierung

Fachkräftesicherung beginnt bereits an den Schulen. Um die Berufsorientierung in der Lausitz zu stärken und einheitliche Standards für alle Schüler durchzusetzen, hat die WiL gemeinsam mit dem Regionalen Wachstumskern Westlausitz das  gemeinsame Projekt „Fachkräfteallianz“ gestartet. Im Frühjahr 2016 wurde ein erster Zwischenbericht vorgelegt. Demnach hat die Berufs- und Studienorientierung (B+SO) in der Region Westlausitz bereits einen hohen Stellenwert und es gibt eine Vielzahl von Initiativen und Aktivitäten auf dem Gebiet. Sowohl Unternehmen selbst als auch Schulen sind bereits sehr aktiv. Allerdings gibt es auch noch einiges zu tun, um die Berufsorientierung zu verbessern und vor allem praxisnäher zu gestalten. Daher wird im Abschlussbericht gefordert: „Die Berufs- und Studienorientierung spielt als Teil der Fachkräftesicherung zur Bewältigung des demographischen Wandels in der Lausitz eine wichtige Rolle. Für die erfolgreiche Berufsorientierung ist ein gemeinsames Vorgehen des verantwortlichen Ministeriums, der unterschiedlichen Schulen sowie aller Unternehmen nötig.“ Für eine bessere Berufsorientierung in der Lausitz werden verbindliche Richtlinien der Landesregierung und die Einrichtung einer Koordinierungsstelle angeregt.

Die konkreten Empfehlungen lauten:

  • mehr Koordination und Bündelung der vorhandenen Maßnahmen
  • Festlegung einheitlicher Qualitätsmaßstäbe
  • Schaffung einer Koordinierungsstelle für die B+SO (wie es sie bereits im Landkreis Görlitz gibt)
  • Verankerung der B+SO als Bildungsziel im Schulgesetz Brandenburgs
  • Erhöhung der Stundenkontingente für die Koordination der B+SO

Innerhalb des Projektes waren zunächst die Aktivitäten zur Berufsorientierung in den Oberschulen und Gymnasien in der Wirtschaftsregion Westlausitz erfasst und dokumentiert worden. Ausgehend von den Ergebnissen soll in einem zweiten Teilprojekt zunächst an vier Schulen die konzeptionelle B+SO umgesetzt werden. Nach dieser Pilotphase soll das Konzept auf allen Schulen übertragen werden. Langfristiges Ziel des Projektes, so WiL-Geschäftsführer Dr. Hubert Lerche: „Nach Abschluss der Pilotphasen wollen wir eine nachhaltige Struktur zu Berufs- und Studienorientierung etabliert haben, die wirklich jedem Schüler und jeder Schülerin ab Klasse 7 ermöglicht, sich über die beruflichen Möglichkeiten in den Unternehmen hier vor Ort zu informieren.“

Projekt „Fachkräfteallianz Region Westlausitz“ – 1. Teilprojekt:
Laufzeit: Sept. bis Dez. 2016
Projektziel:  Erfassung und Zusammenstellung der Aktivitäten zur Berufs- und Studienorientierung der Oberschulen und Gymnasien in Kooperation mit der Wirtschaft in der Wirtschaftsregion Westlausitz
beteiligte Partner: RWK, WiL, BTU, Agentur für Arbeit Cottbus, IHK Cottbus, HWK Cottbus, Netzwerk Zukunft, PIZ GmbH
Finanzierung: Gefördert aus Mitteln der Städte Finsterwalde, Großräschen, Lauchhammer, Schwarzheide und Senftenberg im Regionalen Wachstumskern Westlausitz sowie aus Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg im Rahmen der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW)“

Fachkonferenz "Berufs- und Studienorientierung"

Auf einer gemeinsamen Fachkonferenz Anfang 2017 in Schwarzheide hatte Brandenburgs Bildungsminister Baaske gemeinsam mit Experten über mögliche Strategien diskutiert. Die Fachkräftesicherung soll durch frühe Weichenstellungen in den Schulen und ein neues Konzept zur Berufsorientierung gelingen.
Pressemitteilung als pdf

Vortrag Berufsorientierung WiL

Vortrag Berufsorientierung OS Großräschen

Vortrag Berufsorientierung RWK Westlausitz