Lausitz braucht einen konkreten Fahrplan für eine geordnete Strukturentwicklung

Am 12.01. haben CDU, CSU und SPD die Ergebnisse ihrer Sondierungsgespräche vorsgestellt. Aus diesem Anlass nochmals der Kommentar von Herrn Maier-Peveling, Mitglied des WiL-Vorstandes, aus dem Newsletter Treffpunkt Wirtschaft, Ausgabe 33.

„Es sind turbulente Zeiten in Berlin. Gerade auch für die Lausitz. Nicht wenige Menschen hier werden aufgeatmet haben, als das Jamaika-Farbenspiel für beendet erklärt wurde, noch bevor es richtig begonnen hatte. Ich kann ehrlich sagen, dass auch ich ein Stück weit erleichtert bin. Gleichwohl kann

heute noch keiner sagen, wie sich die politischen Verhältnisse in Berlin entwickeln werden und was nun auf die Lausitz zukommt.

Das sollen aber keineswegs die Politiker im Alleingang entscheiden. Wir als WiL werden uns dafür stark machen, dass die Interessen der Menschen in der Lausitz in der Bundeshauptstadt Gehör finden. Die Lausitz braucht einen konkreten Fahrplan für eine geordnete Strukturentwicklung. Abenteuerliche Ausstiegsdebatten bringen uns keinen Schritt weiter. Wie lange wir die Braunkohleverstromung noch als Brückentechnologie brauchen, das können heute weder Parteipolitiker noch Energiewende-Experten sicher sagen. Bei diesem Thema spielen rechtliche Fragen ebenso eine Rolle wie Fragen der Versorgungssicherheit und der Wirtschaftlichkeit. Schlussendlich geht es auch um die Frage nach der Lebensperspektive für zehntausende Familien in der Lausitz. Was der plötzliche Wegfall gutbezahlter Arbeitsplätze für eine Region bedeutet, zeigt sich derzeit leider in Görlitz. Einen solchen Strukturbruch wollen wir für das Lausitzer Revier verhindern.“

Dieser Kommentar wurde bereits in Treffpunkt Wirtschaft, Ausgabe 33, veröffentlicht.

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