LWTP - Lausitzer WissenschaftsTransferpreis

Der Lausitzer WissenschaftsTransferpreis - LWTP - verfolgt das Ziel, die Vernetzung zwischen Lausitzer Unternehmen, insbesondere den kleinen und mittleren Unternehmen, in Brandenburg und Sachsen mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen zu verbessern und weiter auszubauen. Mit dem LWTP werden herausragende und beispielhafte Projekte ausgezeichnet, die im wechselseitigen Transfer zwischen Unternehmen in der Lausitz und Hochschulen Forschung und Entwicklung, Innovationen, Technologiekompetenz, Wissens- und Praxistransfer vorantreiben.

 

Der LWTP soll dazu beitragen, die Potentiale von bestehenden Kooperationen und Wissenschaftstransferprozessen zwischen Hochschulen und Lausitzer Unternehmen herauszustellen und in die unternehmenspolitische und gesellschaftliche Öffentlichkeit zu tragen. Damit soll deutlich werden, was die Hochschulen für die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstandes der Region, insbesondere in der Innovationsstärke, leisten können. Die „guten Beispiele“ sollen Anreiz und Motivation sowohl für andere kleine und mittlere Unternehmen als auch für die Lausitzer Hochschulen sein.

Voraussetzungen

Am Wettbewerb um den LWTP können teilnehmen:

  • Lausitzer Unternehmen in Kooperation mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen, innerhalb und außerhalb der Lausitz;
  • Lehrstühle der Lausitzer Hochschulen in Kooperation mit Lausitzer Unternehmen

Von den Lausitzer Hochschulen können sich z. B. Professoren und / oder wissenschaftliche Mitarbeiter sowie Studierende, einzeln oder als Team der Lehrstühle bewerben. Die eingehenden Projekte und Kooperationen sollten weitestgehend abgeschlossen sein. Der Abschluss sollte nicht länger als drei Jahre zurückliegen.

Bewerben

Die einzureichenden Unterlagen müssen enthalten:

  • Beschreibung der Transferbeispiele und der Transferprozesse sowie der beteiligten Transferpartner auf maximal 5 Seiten;
  • Kurzvorstellung der Bewerbung auf maximal einer DIN A4-Seite;
  • Teilnehmerbogen

Die Projekte sind jährlich bis zum 31.01. einzureichen bei der:
Wirtschaftsinitiative Lausitz e.V.
Büro Brandenburg
Altmarkt 17
03046 Cottbus
Tel.: (0355) 2891 3090

 

Büro Sachsen
Straße des Friedens 13-19
02943 Weißwasser
Tel.: (0355) 2891 3090

info@wil-ev.de

 

Bewertung

Die Bewertung erfolgte nach den vorgegebenen Bewertungskriterien:

 

  • Art und Umfang der Kooperation zwischen dem Lausitzer Unternehmen, ggf. mehreren Unternehmen und der Hochschule bzw. wissenschaftlichen Einrichtung;
  • konkreter Nutzen für das Unternehmen aus dem dargestellten Transferbeispiel, ggf. mehrere Unternehmen;
  • Bedeutung der Transferbeispiele für Forschung und Lehre an der Hochschule sowie die beruflichen Perspektiven der Studierenden;
  • verständliche und überschaubare Dokumentation / Präsentation

Preisgelder

Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 10.000 Euro vergeben. Das Siegerprojekt erhät 5.000 Euro, der zweite Platz 3.000 und der dritte Preisträger 2.000 Euro.

 

Die Preisträger werden mit ihren Siegerprojekten in der Medien- und Öffentlichkeitsarbeit der WiL besonders herausgestellt.

 

Zudem sind die Preisträger berechtigt, in ihrer eigenen Werbung auf den erhaltenen Preis hinzuweisen.

 

 

Preisträger des LWTP 2020

1. Preis – 5.000 Euro – Preis der Sächsischen Aufbaubank (SAB)

Projektentwicklung für nachhaltige Lausitzer Bergbaunachfolge

 

Projektbeteiligte: GMB GmbH mit IURS e. V. und BTU Cottbus-Senftenberg

 

Die Projektpartner haben u.a. ein neues Verfahren zur Neutralisation saurer Tagebaugewässer entwickelt, welches im Vergleich zu den herkömmlichen Methoden deutlich wirkungsvoller ist. Des Weiteren wurden weitere technische Verfahren zur Rekultivierung von Tagebauen entwickelt. Damit kann ein bedeutender Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Bergbaufolgelandschaft geleistet werden.

 

 

2. Preis – 3.000 Euro – Preis der LEAG

Entwicklung eines Prüfstandes zur Bestimmung des erosiven Verschleißes von Schüttgütern

 

Projektbeteiligte: Kreisel GmbH & Co. KG mit BTU Cottbus-Senftenberg, Fachgebiet Werkzeugmaschinen

 

Die Projektbeteiligten haben ein Messmittel entwickelt, welches den Verschleiß von Schüttgütern ermittelt. Durch die gewonnenen Erkenntnisse können Förder- und Logistikprozesse optimiert werden, da die Verschleißeigenschaften direkten Einfluss auf die Lebensdauer der Anlagen haben.

 

 

3. Preis – 2.000 Euro – Preis der BASF Schwarzheide GmbH

Lagesensorgesteuerter Leichtbau – Aktivlifter für den Einsatz im ambulanten Pflegebereich

 

Projektbeteiligte: Großenhainer Maschinenbau GmbH mit BTU Cottbus-Senftenberg, Institut für Medizintechnologie und dem Lehrstuhl für Maschinenbau und Konstruktionstechnik

 

Die beteiligten Projektpartner haben ein Pflegelift entwickelt, der mit 18 kg mobil einsetzbar ist und gleichzeitig Belastungen von bis zu 130 kg standhält. Damit schließt er eine Marktlücke und ist im Besonderen für den Bereich der ambulanten Pflege ein wichtiges mögliches Hilfsmittel, z.B. beim Transport von pflegebedürftigen Personen.

 

 

 

Jury

Die Jury besteht aus Experten und Partnern aus Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Bei mehr als acht eingereichten Bewerbungen wird eine Vorauswahl getroffen.

Zusammensetzung der Jury:

 

Jürgen Fuchs,
Vorsitzender der Geschäftsführung der BASF Schwarzheide GmbH und Vorsitzender der Jury

 

Michael Harig,
Landrat des Landkreises Bautzen

 

Manuela Harken,
Bereichsleiterin Zuschuss, Sächsische Aufbaubank - Förderbank -

 

Daniel Kästel,
Inhaber Kästel Kollegen und WiL-Vorstandsmitglied

 

Holger Kelch,
Oberbürgermeister Stadt Cottbus

 

Prof. Dr. rer. nat. Katrin Salchert,
Vizepräsidentin für Wissens- und Technologietransfer und Struktur, BTU Cottbus-Senftenberg

 

Prof. Dr.-Ing. habil. Tobias Zschunke,
Prorektor Forschung der Hochschule Zittau/ Görlitz

Sponsoren und Partner