BASF Schwarzheide GmbH setzt auf Wachstum durch Nachhaltigkeit

Trotz Krisensituation hielt die BASF im vergangenen Jahr an ihren Plänen fest, den Produktionsstandort in der Lausitz auszubauen. Insgesamt 224 Millionen Euro wurden 2020 in Schwarzheide in den Bau, die Instandhaltung und Erweiterung von Produktionsanlagen und die Modernisierung von Infrastruktureinrichtungen investiert.

„Das Geschäftsjahr 2020 war für unseren Produktionsstandort ein Jahr der Extreme. Die Corona-Pandemie stellte uns nicht nur wirtschaftlich vor große Herausforderungen. Nie zuvor waren wir so gefordert, die Gesundheit unserer Mitarbeitenden, unseren Produktionsauftrag und die Umsetzung großer Projekte in Einklang zu bringen. Gleichzeitig konnten wir im November den Spatenstich für die größte Einzelinvestition an unserem Standort seit Bestehen der BASF Schwarzheide GmbH feiern. Alles in allem haben wir das schwierige Jahr dank einer starken Teamleistung vernünftig beendet“, resümiert Geschäftsführer Jürgen Fuchs.

 

Die Auswirkungen der weltweiten Rezession durch die Corona-Pandemie hinterließen auch am Lausitzer Produktionsstandort Spuren. Der Umsatz lag zum ersten Mal seit Jahren mit 903 Millionen Euro unter der Grenze von einer Milliarde Euro. Vorübergehend waren etwa 450 der rund 2.000 Beschäftigten in Kurzarbeit. Hauptgrund dafür war der Auftragsrückgang aus der Automobilbranche, eine der wichtigsten Kundenindustrien für den Standort Schwarzheide. Erst das letzte Quartal brachte eine deutliche Verbesserung der Auftragslage. Ein positiver Trend, der sich auch in den ersten Monaten dieses Jahres fortsetzte.

 

„Wir haben schnell und entschlossen auf die Krise reagiert. Die Kurzarbeit war dabei ein wichtiges Instrument, um Arbeitsplätze zu erhalten. Dass wir es geschafft haben, die Gesundheit unserer Mitarbeitenden zu schützen und unsere Lieferfähigkeit zu gewährleisten, ist auch der Solidarität und Flexibilität unserer Belegschaft zu verdanken. Eine wesentliche Rolle hat auch die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretung gespielt“, lobt kaufmännische Geschäftsführerin Anne Francken. Hygienekonzepte wurden konsequent umgesetzt, um die Ansteckungsgefahr am Arbeitsplatz zu minimieren, Infektionsketten nachzuverfolgen und unterbrechen zu können. Der Empfehlung, wo immer möglich mobil zu arbeiten, folgen seit März 2020 regelmäßig mehr als 20% der Beschäftigten des Unternehmens.

 

Abschied und Aufbruch: Wachstumsprojekte auf Kurs

 

Trotz Krisensituation hielt die BASF an ihren Plänen fest, den Produktionsstandort in der Lausitz auszubauen. Insgesamt 224 Millionen Euro wurden 2020 in Schwarzheide in den Bau, die Instandhaltung und Erweiterung von Produktionsanlagen und die Modernisierung von Infrastruktureinrichtungen investiert. Aufwendungen betrafen aber auch die Schließung der TDI-Anlage, die nach 47 Jahren außer Betrieb genommen und erfolgreich von den benachbarten Produktionsanlagen getrennt wurde.

 

Ein großer Teil der Investitionen floss in die neue Anlage zur Herstellung von Kathodenmaterialien, die sich seit Sommer 2020 im Bau befindet. „Die Errichtung der Produktionsanlage macht gute Fortschritte. Die Anlage wird wie geplant 2022 den Betrieb aufnehmen“, zeigt sich Fuchs zufrieden. Weitere Investitionen flankieren den Aufbau der Batteriematerialproduktion. Die Firma Air Liquide hat im Februar 2021 den Bau einer neuen Luftzerlegungsanlage zur Herstellung von Sauerstoff und CO2-freier Druckluft am Standort Schwarzheide angekündigt. Gleichzeitig erweitert und modernisiert BASF die werkseigene Infrastruktur mit mehr als 17 Millionen Euro.

 

BASF in Schwarzheide pilotiert Energiewende

 

Parallel arbeitet BASF in Schwarzheide langfristig an der Energietransformation hin zur CO2-Neutralität. Der Produktionsstandort will zunehmend emissionsfreie Energie aus Wind und Sonne nutzen und legt dafür bereits jetzt den Grundstein. Das BASF-eigene Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk wird seit 2019 modernisiert, um künftig nicht nur Strom und Dampf mit einem noch geringeren CO2-Fußabdruck zu erzeugen, sondern durch eine flexiblere Fahrweise Schwankungen besser ausgleichen zu können. Das ist die Voraussetzung, um fluktuierende Stromeinspeisung aus erneuerbaren Quellen in die Versorgung eines Chemiestandortes integrieren zu können. Weiterhin erwägt das Unternehmen den Aufbau eigener Anlagen zur Erzeugung von Erneuerbarer Energie, wobei hohe Netzentgelte und Abgaben immer noch große Hürden für die Wirtschaftlichkeit darstellen.

 

Fachkräfte gesucht

 

„Um unsere Wachstumsprojekte erfolgreich zu realisieren und unsere Kunden künftig mit leistungsfähigen Batteriematerialien aus Schwarzheide versorgen zu können, suchen wir tatkräftige Kolleginnen und Kollegen, die unser Team verstärken“, so Arbeitsdirektorin Francken.

 

Im Jahr 2021 sind am Produktionsstandort Schwarzheide insgesamt mehr als 100 Stellen neu zu besetzen. Berufseinsteiger und Berufserfahrene, Anlagenfahrer bis Technologie-Experten – es werden vielfältige Profile gesucht, auch abseits der klassischen Chemie-Berufe. Besonders gefragt sind die technischen Berufe, wie Handwerker in der Elektrotechnik und Ingenieure für Elektro- und Automatisierungstechnik. Studentinnen und Studenten, die kurz vor dem Abschluss eines MINT-Studiengangs stehen, sind eingeladen sich als Trainee im BASF-Programm „START-IN“ zu bewerben. Stellenausschreibungen werden im Laufe des Jahres kontinuierlich veröffentlicht unter: www.basf-schwarzeide.de

 

Quelle: BASF Schwarzheide GmbH

 

 

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