DBFZ veröffentlicht regionalen Bioökonomieatlas für Mitteldeutschland und die Lausitz

Das Lausitzer Revier bietet große Chancen den begonnenen Strukturwandel hin zu leistungsfähigen, bioökonomischen Wirtschaftssystemen zu schaffen. Mit einem nun veröffentlichten, interaktiven Bioökonomieatlas werden detaillierte Informationen zum Aufkommen biogener Rohstoffe, Ernte- und Einschlagsmengen, wichtigen Wirtschaftskennziffern sowie einer Vielzahl weiterer Daten zum Thema Bioökonomie in der Region online gebündelt und interessierten Nutzer*innen kostenfrei zur Verfügung gestellt.

 

In zentraler Lage verbinden das Mitteldeutsche und das Lausitzer Revier Ost- und Westeuropa. Beide Regionen weisen überdurchschnittliche Potenziale für eine nachhaltige Bioökonomie auf. Land- und Forstwirtschaft sind gut ausgeprägt und eine Vielzahl an Industrieakteur*innen stellt ein breites Spektrum an biobasierten Erzeugnissen bereit. Eine herausragende Forschungslandschaft bietet darüber hinaus großes Innovationspotenzial, erste Leitbilder der biobasierten Wirtschaft sind bereits verfasst. Die Treiber des angestrebten Wandels sind die Akteur*innen vor Ort. „Voraussetzung für den Wandel ist eine fundierte Kenntnis bioökonomischer Stärken und Potenziale. Diese müssen sichtbar und die Informationen zugänglich und nutzbar sein“, sagt Projektleiter Romann Glowacki vom DBFZ.

 

Das jetzt vom DBFZ veröffentlichte Informationsportal stellt regionale Daten zur Bioökonomie zur Verfügung. Diese bilden die Basis bei Entscheidungs- und Strategieprozessen von Akteur*innen aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik, Gesellschaft oder zu Forschungszwecken. Die kostenfrei verfügbaren Daten fokussieren neben dem Thema „Biomassebasis“ auch auf die Bereiche „Raum und Bevölkerung“, „Kohle und Strukturwandel“, „Wirtschaft“, „Arbeitsmarkt“ sowie „Verkehr und Infrastruktur“ und decken somit nahezu den gesamten Bereich der Bioökonomie ab. Die Daten sind leicht verständlich visualisiert, sortierbar und stehen zum kostenfreien Download zur Verfügung. „Unser Ziel ist es, dass der Atlas viel und oft genutzt wird. Interessierte Akteur*innen sind eingeladen, sich aktiv an der Weiterentwicklung zu beteiligen und wichtige Themen und Informationsbedarfe zu benennen“, erläutert Glowacki.

 

Der Atlas ist erstes Ergebnis des Projekts „Modellregionen der Bioökonomie im Mitteldeutschen Revier und im Lausitzer Revier (MoreBio)“. Intensiv werden dabei die zwei ostdeutschen Kohlereviere in dem vom Bundeministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Auftrag gegebene Vorhaben untersucht. Die erste Phase des Projekts wird aus Mitteln des Sofort-Programms der Bundesregierung für die vom Kohleausstieg betroffenen Regionen bis Ende des Jahres finanziert und schafft die Datengrundlage und die Vernetzungsplattform für den weiteren Aufbau der Modellregionen. In den kommenden Monaten wird der Atlas um die Bereiche „Spezifische Wertschöpfungsketten“, „Biogene Reststoffe“ und die „Wirtschaftliche Bedeutung der Bioökonomie in den Regionen“ erweitert. Weitere Informationen unter:

 

www.dbfz.de/biooekonomieatlas.

 

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