Gemeinsam den Strukturwandel meistern - Unternehmen stärker im Strukturwandel unterstützen!

WiL veröffentlicht Statement zum Strukturwandelprozess

in Brandenburg und Sachsen wurden die ersten von Bund und Ländern geförderten Strukturwandelprojekte auf den Weg gebracht. Dabei werden mit dem „Strukturwandelgesetz" in erster Linie die Vorhaben von Städten und Kommunen der Region unterstützt, von denen – branchen- und ortsbezogen – nur wenige regionale Unternehmen profitieren. Unter den bisher bewilligten Projekten befinden sich daher kaum Vorhaben von privaten Unternehmen.

 

„Der Strukturwandel trifft in erster Linie Unternehmen. Deshalb sollten sie bei den anstehenden Strukturentwicklungsmaßnahmen und -projekten stärker einbezogen werden. Die schrittweise Reduzierung der Kohleverstromung hat eine Reduzierung von Aufträgen an und in die regionale mittelständische Wirtschaft zur Folge. Mit dem Ende der Braunkohleverstromung drohen in der Lausitz tausende Arbeitsplätze, eine regionale Wertschöpfung in jährlicher Höhe von mehr als einer Milliarde Euro sowie bedeutende Steuereinnahmen für die Kommunen verloren zu gehen“, warnt Dr. Markus Binder, Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative Lausitz (WiL).

 

Zu den bisher bewilligten Projekten sagt Wolfram Kreisel, Mitglied des Vorstandes der WiL: „Investitionen in die Lausitzer Infrastruktur, ländliche Entwicklung und Kultur sind unwidersprochen bedeutend für die Region. Für eine gelingende Strukturentwicklung in der Lausitz ist es jedoch vor allem wichtig, dass die Bestandsunternehmen neue Geschäftsfelder entwickeln und damit die Basis für neue und gute Arbeitsplätze vor Ort schaffen! Hierfür benötigt die regionale Wirtschaft eine schnelle und unbürokratische Unterstützung durch Bund und Länder! Investierende Unternehmen sind der Motor einer erfolgreichen Strukturentwicklung und eines Wandels mit der Region und mit den Menschen.“

 

Für die Entwicklung der Lausitzer Wirtschaft bedarf es daher zusätzlicher Unterstützungsmöglichkeiten, um z.B. Investitionsanreize für Unternehmen zu schaffen. Aus Sicht der Wirtschaft gilt es u.a. zu prüfen, ob die Schaffung einer Sonderwirtschaftszone für die Lausitz als „Klimaschutz-Strukturwandelzone“ möglich ist. Die bestehenden regionalen Wirtschaftskreisläufe werden durch politische Entscheidungen unterbrochen und müssen jetzt gemeinsam neu geschaffen werden! Die WiL fordert Bund und Länder dazu auf, ihrer Verantwortung nachzukommen und gemeinsam mit der Wirtschaft den Strukturwandel durch eine gezielte Förderung zum Erfolg zu führen. Die Unternehmen der Lausitz sind dazu bereit und sich ihrer Verantwortung bewusst.

 

Aus diesen Gründen plädiert die Wirtschaftsinitiative Lausitz für eine stärkere Einbeziehung der Wirtschaft in den Strukturwandel!

 

 

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