Karin Prien: Ökonomische Bildung gibt jungen Menschen Selbstvertrauen

Das Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland (BÖB) engagiert sich für die Verankerung ökonomischer Bildung in der Schule und für eine bessere fachbezogene Qualifizierung von Lehrkräften

 

Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin und KMK-Präsidentin Karin Prien hat im Gespräch mit Vertretern des Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland (BÖB) am 11. Februar betont, dass ökonomischer Bildung an den Schulen eine große Bedeutung zukommt. Entrepreneurship Education sei ein Baustein, um Jugendlichen Selbstvertrauen zu geben, sie zu Unternehmerinnen und Unternehmern des eigenen Lebens werden zu lassen und in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken, so Prien, die auch stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU ist.

 

Wirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen wird in der heutigen Gesellschaft immer wichtiger. Dennoch haben noch lange nicht alle Menschen in Deutschland die gleichen Chancen auf einen Zugang zu ökonomischem Grundwissen. Diese Situation möchte das 2020 gegründete Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland e.V. (BÖB) verändern. „Ökonomische Bildung muss für alle Schülerinnen und Schüler in Deutschland in hinreichendem Umfang und verpflichtend im Schulunterricht verankert werden“, so die zentrale Forderung der gemeinnützigen Initiative, zu der sich über 90 überwiegend institutionelle Mitglieder aus Schule, Wissenschaft und Wirtschaft zusammengeschlossen haben.

 

Die WiL unterstützt u.a. mit dem "Schüler-LEX" die Ökonomische Bildung von Schlerinnen und Schpülern in der Lausitz und ist Mitglied im BÖB.


„Von sechzehn deutschen Bundesländern erfüllen elf im Bereich Wirtschaft nicht einmal die Hälfte der Anforderungen, die man an ein normales Nebenfach stellen würde“, so die Co-Vorsitzende des Bündnisses Verena von Hugo. „Schleswig-Holstein liegt mit 54 Prozent über dem Durchschnitt und macht sich auf den Weg, die ökonomische Bildung weiter voranzutreiben. Diesen Prozess unterstützen wir gerne – nicht zuletzt auch als Vorbild und Ansporn für andere Bundesländer“, so von Hugo weiter. „Entscheidend ist dabei die Verankerung im Unterricht, auf die die Lehrkräfte fachlich und fachdidaktisch vorbereitet werden müssen.“


Sven Schumann, Co-Vorsitzender des Bündnisses, unterstrich die aktuelle Relevanz der ökonomischen Bildung: „Praktisch alle großen gesellschaftlichen Herausforderungen – vom Klimawandel über den demographischen Wandel bis hin zur Corona-Krise – haben eine wirtschaftliche Komponente. Mit der zunehmenden Ökonomisierung unserer Gesellschaft steigt die Bedeutung wirtschaftlicher Kompetenzen auch für jeden Einzelnen. Vor diesem Hintergrund sollte es eigentlich selbstverständlich sein, dass ökonomische Grundkenntnisse in der Schule vermittelt werden. Leider ist es das bisher aber nicht“, so Sven Schumann.


Nach dem Austausch betonte Bildungsministerin und KMK-Präsidentin Karin Prien, dass ökonomischer Bildung an den Schulen eine große Bedeutung zukommt. Als ein gutes Beispiel nannte sie Entrepreneurship Education, die in allen schleswig-holsteinischen Schulen als fester Bestandteil der schulischen Praxis implementiert und gefestigt werden solle. Dazu sei das Landeskonzept „Entrepreneurship Education (EE) in Schleswig-Holstein“ erarbeitet worden. Ministerin Prien: „Wir unternehmen etwas, um den Innovationsgeist junger Menschen zu wecken und sie zu motivieren, Neues zu entdecken. Wir möchten, dass sie Herausforderungen meistern und zu Unternehmerinnen und Unternehmern des eigenen Lebens werden.“ EE sei aber auch ein Baustein, um den Jugendlichen

 

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