Lausitzer Rückkehrer

 

In den kommenden Jahren und Jahrzenten stehen die Menschen, Unternehmen und Kommunen der Lausitz vor großen Aufgaben und Veränderungen. Neue wirtschaftliche Strukturen und Arbeitsplätze müssen geschaffen werden, damit die Region auch weiterhin ein gutes Einkommen und ein lebenswertes Umfeld bieten kann. Damit das gelingt, ist es wichtig, dass sich junge Menschen für eine Ausbildung oder ein Studium in der Region entscheiden. Ebenso wichtig ist es aber auch, Fach- und Arbeitskräfte in der Lausitz zu halten und andere von den Möglichkeiten der Region zu überzeugen und sie für ein Leben und einen Arbeitsplatz in der Lausitz zu begeistern.

 

Wer häufig nicht mehr von den Vorzügen und den Chancen zwischen Königs Wusterhausen und Zittau überzeugt werden muss: Rückkehrer!  

Die Zahl der Menschen, die in Ihre alte Heimat in den Spreewald, ins Lausitzer Seenland oder das Zittauer Gebirge zurückkehren, ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen.  So verzeichnete das Land Brandenburg bereits seit 2010 mehr zugezogene als abgewanderte Menschen.

 

Aber warum entscheiden sich immer mehr Lausitzer für eine Rückkehr in ihre Heimat? Als Hauptgründe werden oft die Nähe zur Familie, die Gründung einer Partnerschaft, die Unterstützung von Angehörigen, die Nähe zu Freunden und Bekannten oder die guten Wohnbedingungen in der Region genannt. In diesen Bereichen kann die Lausitz also bei den Rückkehrern punkten.

 

Daneben gibt es aber weitere wichtige Faktoren, die Menschen zur Rückkehr in ihre alte Heimat und dann auch wieder zum Bleiben bewegen. „Gute Arbeitspielt eine wichtige Rolle. Ein wesentlicher Faktor ist dabei die Einkommenshöhe, eine unbefristete Anstellung und Arbeiten in Vollzeit. Daneben legen Rückkehrer Wert auf familienfreundliche Arbeitszeiten mit flexiblen Arbeitszeitmodellen und zukunftsfähige Arbeitsweisen. Aber auch die sogenannte „Daseinsvorsorge“ ist ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Rückkehr: wie viele Ärztinnen/Ärzte und Krankenhäuser gibt es in der Region, wie gut und vielfältig ist das Angebot an Schulen, welche kulturellen Angebote gibt es oder wie gut ist der ÖPNV ausgebaut? Hier sieht es in der Lausitz regional häufig sehr unterschiedlich aus.

 

In den vergangenen Jahren sind in der Lausitz eine ganze Reihe von Rückkehrerinitiativen wie „Comeback Elbe-Elster“, „Sachse komm Zurück“, „Servicestelle Heimat“ oder „Station Cottbus“ entstanden, die sich auf ganz unterschiedliche Weisen um die Bedürfnisse der Rückkehrer kümmern.

 

Mithilfe der Onlineplattform von „Station Cottbus“ beispielsweise, finden sich alle wichtigen Akteure, die es für ein gutes Leben in Cottbus und Umgebung noch braucht. So werden Interessierte mit Wohnungsbaugenossenschaften, Kitaträgern und anderen Rückkehrern zusammengebracht, um den Start in das neue Leben zu erleichtern. Es ist also die Adresse für alle, die zurückkehren, hierbleiben oder hier ankommen wollen.

 

Auch andere Initiativen unterstützen bei der Job-, Wohnungs- oder Kitasuche sowie der sozialen Integration. Sie vermitteln u.a. Kontakte zu Unternehmern, „Kümmerern“ oder anderen „Rückkehrern“ und geben verschiedene Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch. Für die Zukunft der Lausitz als „Innovationsregion“ braucht es zukünftig weiter engagierte Akteure und  eine weitere Vernetzung der Initiativen, aber auch die Unterstützung von Kommunen, Kreisen und den Ländern, damit sich Rückkehrer und Ankommende in der Lausitz niederlassen.  

 

 

Zurück