Lausitzer WissenschaftsTransferpreisträger stehen fest

Die Wirtschaftsinitiative Lausitz hat den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Lausitzer WissenschaftsTransferpreis LWTP an drei Kooperationsprojekte aus der Region vergeben. Mit dem LWTP ehrt die Wirtschaftsinitiative Lausitz e.V. (WiL) besonders herausragende Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Die WiL verleiht den Preis inzwischen bereits zum 7. Mal.

 

Im Rahmen einer Preisverleihung mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft nahmen die Preisträger am Dienstagabend im Kulturhaus der BASF Schwarzheide die Preise entgegen.

 

„Ich danke allen Teilnehmern, die ihre Projekte beim LWTP eingereicht haben. Jedes einzelne Projekt ist ein gutes Beispiel für die Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft in der Lausitz. Aufgrund der hohen Qualität der Kooperationen haben es sich die Juroren nicht einfach gemacht. Die Inhalte und die Vielfalt der Themen zeigen, dass wir in der Lausitz eine besondere Qualität der Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft haben. Das darf sich ruhig herumsprechen“, so Michael Schulz, WiL-Geschäftsführer.

 

„Mein Glückwunsch geht an die Preisträger, aber auch an alle Teilnehmer des Wettbewerbs. Denn gewonnen haben alle: Unternehmen, die mit den wissenschaftlichen Einrichtungen kooperieren und so ihre Wettbewerbsfähigkeit in der Lausitz stärken ebenso wie die Fakultäten der Universitäten. Denn der Praxisbezug macht die Lehre noch wertvoller und erfüllt die Wissenschaft mit Leben“, sagt Jürgen Fuchs, Vorsitzender der Geschäftsführung der BASF Schwarzheide GmbH und LWTP-Juryvorsitzender.

 

Der erste Preis in Höhe von 5000 Euro ging an das Projekt „IT-Sicherheit der digitalen Prozessleit- und Prozessrechensysteme“ der Lausitzer Energie Kraftwerke AG und der BTU Cottbus-Senftenberg. Die Sicherheit von kritischen Infrastrukturen, wie z.B. die Energie- und Wasserversorgung werden immer stärker durch informationstechnische Systeme überwacht und halb- oder vollautomatisch gesteuert. Durch Cyberangriffe werden diese Infrastrukturen immer stärker gefährdet und müssen daher unter verschiedenen Sicherheitsaspekten betrachtet werden. Die Lausitzer Energie Kraftwerke AG und die BTU haben sich im Rahmen Ihres Projektes mit der IT-Sicherheit der digitalen Prozessleit- und Prozessrechensysteme befasst.

 

Den zweiten Preis, mit 3000 Euro dotiert, erhalten die TTZ GmbH & Co. KG und die BTU Cottbus-Senftenberg für die Entwicklung eines hocheffizienten Leichtbau-Wärmeübertragunssystems. Durch den Einsatz von dünnwandigen kohlenstofffaserbasierten Kunststoffhalbzeugen lassen sich Wärmeübertragungssysteme mit deutlich reduziertem Gewicht und höherer Wärmeleitfähigkeit umsetzen.

 

Mit dem dritten Preis und einem Preisgeld von 2000 Euro wurde das Projekt „Beton hoch drei“ der Projektpartner von der Mattig & Lindner GmbH, der GS Ingenieurdienstleistungen und der BTU Cottbus-Senftenberg ausgezeichnet. Das Projektteam entwickelte ein Konstruktionssystem für Stromgittermasten aus Beton und hat dabei den Nachweis erbracht, dass das regionale Produkt Beton Stahl als Baustoff bei der Errichtung von Freileitungsmasten für Mittel- und Hochspannungsleitungen ersetzen kann.

 

Professor Dr. Katrin Salchert, Vizepräsidentin der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU Cottbus-Senftenberg) für Wissens- und Technologietransfer und Jurymitglied, sagt: „Für unsere Studenten ist es wichtig, sich neben der Grundlagenforschung auch mit der angewandten Forschung zu befassen und praktische Fragestellungen zu bearbeiten. Dafür eignen sich diese Projekte ganz besonders. Daher freue ich mich sehr über die vielen wertvollen Projekte, die eindrucksvoll zeigen, wie sich die Lausitz als Standort der kurzen Wege zwischen Wissenschaft und Wirtschaft etabliert hat.“

 

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