Innovationsregion Lausitz mit neuen Projekten für den Strukturwandel

 

Strukturwandel heißt, das bestehende Netzwerk aus Forschungsinstitutionen, Produktionsbetrieben und Dienstleistern in eines oder mehrere Wertschöpfungsnetzwerke weiter zu entwickeln. Dafür leistet die Innovationsregion Lausitz GmbH (iRL) einen wichtigen Beitrag als Kooperationsplattform in der Region. Dabei werden moderne Arbeitsmethoden bereitgestellt und genutzt, um Strategien, Produkte und Geschäftsmodelle zu entwickeln.

 

Im Frühjahr sind zwei Innovationsprojekte der iRL gestartet.

 

Das Macher-Projekt der Innovationsregion Lausitz (iRL) hat Anfang März begonnen und vernetzt Unternehmen Südbrandenburgs in ihrer praktischen Innovationsarbeit. Ziel ist es, gemeinsam neue Wertschöpfungsketten und Produkte zu entwickeln. So können Technologien und Fördergelder gezielter eingesetzt werden. Das vom Business Designer und Innovationscoach Christopher Nitsch geleitete Projekt wird von der iRL umgesetzt und von der Wirtschaftsförderung Berlin-Brandenburg (WFBB) getragen.

 

In der ersten Phase des Projektes werden Lausitzer Unternehmen befragt, um ihre Bedürfnisse, Wünsche und Herausforderungen aufzunehmen. Derzeit sind bereits etwa 30 Unternehmen interviewt worden. Die ersten Interviews zeigten das folgende Themen für die Unternehmen der Lausitz derzeit besonders relevant sind: die dezentrale Wasserstoffinfrastruktur, Energieeffizienz, Weiterverwendung von Windkraftanalagen und Bauwirtschaft mit Holz aus der Lausitz. „Wir erarbeiten mit den Unternehmen nun mögliche Ziele und suchen weiter nach Firmen, die fehlende Kompetenzen ausgleichen und sich an potenzielle Projekten beteiligen wollen“, so Christopher Nitsch. Er unterstreicht dabei, dass die iRL generell offen für weitere spannende Themen ist und ruft alle interessierten Unternehmen Südbrandenburgs auf, sich bei ihm zu melden.

 

Im weiteren Verlauf des Macher-Projektes werden die Potentiale der möglichen Unternehmensprojekte untersucht, anschließend sollen einzelne Projekte umgesetzt werden. „Mit den in den Gesprächen mit den Unternehmen gesammelten Erkenntnissen sollen dann mögliche Kooperationen zwischen den Unternehmen ermittelt und gemeinsame Themen bestimmt werden. Anschließend werden in Workshops konkrete Projekte geplant.“ Hierbei werden die ausgewählten Themen und Zielsetzungen gemeinsam mit den Unternehmen in Projekte überführt und auf den Weg gebracht. Die Umsetzung soll in ersten konkreten Ansätzen im Dezember 2020 sichtbar sein.

 

„Wir freuen uns auf Meldungen von allen Unternehmen, die an den Interviews teilnehmen, sich vernetzen und damit zum Macher der Lausitz werden wollen. Kontaktieren Sie mich gern unter nitsch@innovationsregionlausitz.de“, so Christopher Nitsch.

 

Projektmanager Christopher Nitsch

 

 

 

Projekt des BMBF in der Lausitz schafft Bündnisse zur Industrieautomatisierung

 

Anfang März startete das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) getragene Vorhaben „Ko-Innovationsplattform Industrieautomatisierung“ (KOI), das die Innovationsregion Lausitz (iRL) initiiert hat. Eine riesige Chance für die Region, denn insgesamt hat die IRL im Rahmen des WIR! Programmes damit bis jetzt Fördermittel in Höhe von 3,7 Mio. Euro verbunden mit 2,1 Mio. Euro Eigenmitteln aus der Industrie eingeworben, die direkt der Innovationsarbeit Lausitzer Firmen zugute kommen.

 

Das Vorhaben im Rahmen des WIR!-Programmes hat das Ziel, durch das Bündnis aus industriellen Produktionsbetrieben, Technologieentwicklern und Forschungsinstituten neue Produkte im Bereich Industrieautomatisierung aus der Region heraus zu entwickeln.

 

„Die Ko-Innovationsplattform Industrieautomatisierung schafft ein starkes Netzwerk regionaler Unternehmen und wissenschaftlicher Einrichtungen mit einem gemeinsam genutzten Expertenpool“, sagt Innovationsmanagerin Lisa Meyer von der iRL. Sie unterstreicht, dass auf dem Gebiet der Industrieautomatisierung durch die neuen Produktideen und die Vielzahl strategischer Optionen fortwährend Potenziale für die Lausitz erschlossen werden. „Vor allem geht es darum, dem Strukturwandel zu begegnen und durch das Netzwerk langfristige Perspektiven für die Region zu schaffen“, so Lisa Meyer weiter. Ihre Aufgabe als Innovationsmanagerin ist es, die Akteure zusammen zu führen und von Lernergebnissen sowie Erfolgen zu berichten. Dies geschieht unter anderem auf der Open Innovation Conference, einem Workshop-Format zum Austausch und Entwicklung neuer Ideen.

„Die Veranstaltung ist öffentlich, das heißt auch Unternehmen, die noch nicht bei KOI mitwirken, sind herzlich eingeladen. Die nächste Open Innovation Conference findet vollkommen digital am 18. Juni statt. Es werden für die nächsten Projekte interessierte klein- und mittelständische Unternehmen zur Projektideenentwicklung gesucht“, sagt Lisa Meyer.

 

Im Zentrum des KOI-Vorhabens, welches bis 2025 laufen wird, stehen einzelne Projekte. Zu diesen gehört das Innovationsmanagement selbst und folgende Technologieprojekte:

 

  • Das Projekt „Data Based Services“ analysiert Prozesse durch die Platzierung von Sensoren entlang der gesamten Prozesskette. Diese Daten helfen, die Prozesse mittels Software zu steuern.
  • Das Projekt „Digital Twin“ beschäftigt sich mit der Darstellung des Verschleißprozesses von Anlagen durch einen digitalen Zwilling, wodurch die Ausfallzeitpunkte kontrolliert werden können.
  • Ziel des Projektes „Additive Fertigung“ ist es, hochkomplexe Bauteile mittels lichtbogenbasiertem Auftragsschweißen zu fertigen.
  • Das Projekt „Querschnittsforschung“ nutzt Verfahren der Künstlichen Intelligenz zur Prozessoptimierung und integriert damit viele Wissenschaftsbereiche. Eine zusätzliche Querschnittsfunktion zur Verbindung der Projekte bilden zwei Doktorarbeiten der „Wissenschaftlichen Bündnisbegleitforschung“.

 

„Beteiligen können sich Unternehmen der Lausitz, die Interesse haben ein Forschungsprojekt im Feld der Industrieautomatisierung durchzuführen. Inhaltlich sollten diese an den oben vorgestellten Themen orientiert werden. Besonders klein- und mittelständische Unternehmen sind willkommen! Wir helfen gern bei der Projektideenfindung und -konkretisierung. Treten Sie dazu gern mit mir unter meyer@innovationsregionlausitz.de in Kontakt. Einen Einblick in das WIR-Programm und die Ko-Innovationsplattform können Sie bei der Open-Innovation-Conference bekommen“, teilt die Innovationsmanagerin mit.

 

Innovationsmanagerin Lisa Meyer

Zurück